Gerätespezifische Nutzungsordnung für das Laboratorium für Elektronenmikroskopie (LEM)

des Imaging-Zentrums der Fachrichtung Biologie

Vom 28. Juli 2017

§ 1 Geltungsbereich

Diese Ordnung regelt die Nutzung der vom LEM angebotenen Leistungen im Anwendungs- und Servicebetrieb. Sie ist als Anlage Bestandteil der Rahmennutzungsordnung für das Imaging-Zentrum der Fachrichtung Biologie.

§ 2 Ansprechpartner

  1. Hauptansprechpartner[1] für alle technischen und wissenschaftlichen Fragen, Auskünfte zum Serviceangebot des LEM und zuständig für die Beratung von Nutzern und Nutzungsinteressenten ist als Leiter des LEM Dr. Rabea Schlüter (rabea.schlueter@uni-greifswald.de).
  2. Weitere Ansprechpartner für technische Fragen sind die Geräteverantwortlichen, die auf der Internetseite des Imaging-Zentrums (https://imaging.uni-greifswald.de) aufgeführt sind.

§ 3 Leistungsspektrum des LEM

  1. Geräte
    Im LEM stehen folgende Elektronenmikroskope zur Verfügung:
    • Rasterelektronenmikroskop
      • EVO LS10 (Carl Zeiss Microscopy GmbH)
    • Transmissionselektronenmikroskop
      • LEO 906 (Carl Zeiss Microscopy GmbH)
    Eine detaillierte Beschreibung der Mikroskope findet sich auf der Internetseite des Imaging-Zentrums (http://imaging.uni-greifswald.de).

  2. Techniken zur Probenvorbereitung
    Die zur Probenvorbereitung verwendeten Methoden sind auf der Internetseite des Imaging-Zentrums (https://imaging.uni-greifswald.de) aufgeführt und erläutert. 

  3. Sonstige Serviceleistungen
    Der Service des LEM beinhaltet die wissenschaftliche Beratung der Nutzer durch den Leiter des LEM hinsichtlich der zu bearbeitenden Fragestellung und der experimentellen Vorgehensweise, die Vorbereitung (Präparation) der Proben für die Elektronenmikroskopie, die Mikroskopie sowie die fotografische Dokumentation der Proben. Darüber hinaus ist am Rasterelektronenmikroskop auch eine energiedispersive Röntgenspektroskopie (EDX-Analyse) zur Bestimmung der Elementzusammensetzung von Proben möglich.

§ 4 Präparation der Proben

  1. Die Probenpräparation unter Nutzung der Infrastruktur des LEM erfolgt ausschließlich durch die Mitarbeiter des LEM.
  2. Nutzer und externe Auftraggeber sind verpflichtet, sowohl das biologische Material als auch nur zur Mikroskopie übergebene oder im Anwendungsbetrieb genutzte Proben ausschließlich in inaktiver Form für die Untersuchungen zur Verfügung zu stellen. Dabei ist sicherzustellen, dass von dem Probenmaterial und bei der Handhabung der Proben keinerlei Gefahr mehr für den Menschen ausgehen kann.
  3. Können wegen zu starker Nachfrage nicht alle Anfragen erfüllt werden, entscheidet der Leiter des LEM über die Zuteilung der Kapazitäten und die zeitliche Reihenfolge der Abwicklung der einzelnen Anfragen. Die Nutzungspriorität richtet sich nach der Aufzählung der Nutzergruppen in § 4 der Rahmennutzungsordnung.
  4. Die Bearbeitung der von externen Auftraggebern abgegebenen Proben erfolgt in der Regel in der Reihenfolge des Auftragseingangs, aber immer unter Berücksichtigung der bestmöglichen Bearbeitungseffizienz.

§ 5 Allgemeine Gerätenutzung

  1. Die Geräte werden in der Regel von den Mitarbeitern des LEM im Servicebetrieb bedient.
  2. Im Falle eines längerfristigen Projekts mit einer hohen Probenzahl oder mit Proben, an die umfangreiche Abbildungsanforderungen gestellt werden, ist für Personen gemäß § 4 Abs. 3 der Rahmennutzungsordnung auch die Nutzung der Elektronenmikroskope im Anwendungsbetrieb möglich.

§ 6 Gerätezulassung und Zugangsregelungen für Anwender

  1. Anwender dürfen die unter § 3 aufgeführten Geräte erst nach dem Ausfüllen des Erhebungsbogens (§ 5 Abs. 2 der Rahmennutzungsordnung) für das entsprechende Gerät (ein Formular pro Gerät) sowie einer mehrtägigen Einweisung durch den Leiter des LEM oder einen Geräteverantwortlichen nutzen. Die personengebundene Geräteeinweisung ist mit einer Sicherheitsbelehrung verbunden. Erst danach sind die Anwender zur eigenständigen Bedienung der Elektronenmikroskope berechtigt.
  2. Die Nutzung des Geräts durch den Anwender muss mindestens einmal im Quartal erfolgen. Sollte die letzte Gerätenutzung durch den Anwender länger als 6 Monate zurückliegen, erfolgt die Mikroskopie der Proben durch die Geräteverantwortlichen zu den in der Entgelttabelle aufgeführten Kosten. Wenn die letzte Nutzung länger als 6 Monate zurückliegt und absehbar ist, dass wieder eine hohe Probenzahl durch den Anwender zu mikroskopieren ist, erfolgt eine erneute, in diesem Fall entgeltpflichtige Geräteeinweisung, die mit einer Sicherheitsbelehrung verbunden ist.
  3. Die Vergabe der Termine für Anwender erfolgt in Absprache mit dem Leiter des LEM.
  4. Die Terminabsprache verpflichtet zur Zahlung des Nutzungsentgelts. Ausnahmen bestehen, wenn die Terminvereinbarung vom Anwender 24 h vorher aufgehoben wird, in der vereinbarten Nutzungszeit Reparatur- oder Wartungsarbeiten am Gerät vorgenommen werden müssen oder der Anwender das Gerät aus sonstigen, dem LEM zuzurechnenden Gründen nicht nutzen konnte.
  5. Sollte ein Gerät aufgrund eines Defekts oder einer Wartung nicht zur Verfügung stehen, ist das LEM berechtigt, den Nutzungstermin abzusagen. Der Anwender wird darüber per E-Mail informiert.

§ 7 Gerätenutzung für Anwender

  1. Die unter § 3 aufgeführten Geräte dürfen nur von Anwendern genutzt werden. Es ist jedem Anwender ausdrücklich untersagt, anderen Personen Zugang zu den Geräten zu ermöglichen.
  2. Die Nutzung darf durch die Anwender im vereinbarten Zeitraum erfolgen. Sollten längere Nutzungszeiten erforderlich sein, können diese in Absprache mit dem Leiter des LEM vereinbart werden, wenn das Gerät in der dafür benötigten Zeit nicht bereits anderweitig belegt ist.
  3. Die von Anwendern generierten Daten dürfen ausschließlich mit USB-Sticks der Mitarbeiter des LEM von diesen von den Rechnern an den Geräten kopiert werden!
  4. Der Anwender ist am Ende der Nutzungszeit zur Eintragung in das Logbuch verpflichtet und muss diese unterschreiben.

§ 8 Lagerung von Proben

  1. Die für die Rasterelektronenmikroskopie präparierten oder anderweitig vorbereiteten Proben werden im Exsikkator gelagert und in der Regel nach 5 Jahren Aufbewahrung entsorgt.
  2. Die für die Transmissionselektronenmikroskopie vorbereiteten Trägernetzchen werden im Exsikkator aufbewahrt und in der Regel 5 Jahre nach der Präparation entsorgt.

Anlage

Entgelttabelle für das LEM in der jeweils geltenden Fassung

 

[1] Alle Personen- und Funktionsbezeichnungen beziehen sich in gleicher Weise auf Männer und Frauen.